


Die Norwegische Waldkatze
Die Norwegische Waldkatze ist
schon sehr lange in ganz Skandinavien verbreitet und hat sogar ihren Platz in
der Mythologie und den alten Märchen dieser Region gefunden.
Eine bislang unbewiesenen
Hypothese besagt, dass im 8. Jahrhundert die Wikinger die Norwegische Waldkatze
als Rattenfänger aus der Region um das Kaspische Meer nach Skandinavien
eingeführt haben.
Unter anderem dank ihres
langen Fells hat sich die Rasse problemlos dieser neuen, nordischen Umgebung
angepasst. Bis in die jüngste Zeit waren die Tiere als Mäusefänger auf den
meisten skandinavischen Bauernhöfen anzutreffen.
In den 30er Jahren dieses
Jahrhunderts begann sich eine Gruppe von norwegischen Züchtern ihrer anzunehmen.
Ihr Ziel: die Ursprünglichkeit der Rasse zu erhalten, die durch unkontrollierte
Kreuzungen mit Kurzhaarkatzen bedroht war.
1972 veröffentlichten die
Norweger den ersten Standard für ihre Norsk Skogkatt (Norst = norwegisch, Skog =
Wald, Katt = Katze). Unter dem Namen Norwegische Waldkatze wurde die Rasse
schließlich 1977 durch das FIFe anerkannt. Seither hat sie sowohl in Europa als
auch in den Vereinigten Staaten viele Bewunderer gefunden und ist regelmäßig auf
Katzenausstellungen vertreten.
Was die breite Öffentlichkeit
betrifft, so gibt es im Zusammenhang mit der Norwegischen Waldkatze zwei
Hauptprobleme: Einerseits wird sie oft mit ihrem amerikanischen Gegenstück, der
Maine Coon, verwechselt, (Dies war übrigens auch der Grund dafür, dass die
norwegischen Katzenzüchter den Standard für die Rasse 1987 geändert haben, um
besonders jene Punkte hervorzuheben, in denen sich die Norwegische Waldkatze von
den anderen Rassen unterscheidet). Zum anderen ist es nicht besonders schwierig,
das Erscheinungsbild der Tiere zu imitieren und ganz einfache europäische
Halblanghaarkatzen als Waldkatzen auszugeben. Deshalb auch die Entscheidung, in
dieser Rasse keine Novitzenklasse zu akzeptieren und nur Tiere mit Stammbaum zu
Wettbewerben zuzulassen.
